Werden Einrichtungen der Eingliederungshilfe jetzt immer mehr zum Pflegehotspot?
Der dempgraphische Wandel kommt. Können wir uns auf diese Situation überhaupt vorbereiten?
Die Anzahl Menschen mit Pflegegraden in der Eingliederungshilfe nimmt zu. Der pflegerische Auftrag in den Wohngruppen und Werkstätten wird immer präsenter und die Organisation des Alltags immer herausfordernder. Der demographische Wandel in den Einrichtungen wird stetig sichtbarer.
Die Fortbildung richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Eingliederungshilfe, welche durch die pflegerische Situation in ihrem Einsatzfeld immer stärker herausgefordert werden, sowie an Kolleginnen und Kollegen, welche sich in ihrer pflegefachlichen Kenntnis auffrischen möchten. Die Fortbildung beschäftigt sich mit komplexen Fragestellungen wie beispielswiese „gehört pflegerische Arbeit überhaut zu meinen beruflichen Aufgaben“ oder „welche Lösungsmöglichkeiten gibt es für unsere bekannten Problemfelder“
Die Fortbildung soll zum aktuellen Thema sensibilisieren. Sie vermittelt pflegerisches Grund- und Fachwissen, gibt Raum für gemeinsamen Erfahrungsaustausch und soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer befähigen mit der sich immer deutlicher abzeichnenden Situation besser zurecht zu finden.
Sie bietet pflegefachliche Tipps, Pflegetechniken und Praktiken aus dem beruflichen Pflegealltag und soll in die Lage versetzen, sich auch mit sensiblen Themen wie Dokumentation, Aufgabeneinteilung und Haftung auseinandersetzen zu können. Sie vermittelt einen guten Einblick in die pflegerische Haftung, Haftung in der Aufsichtspflicht sowie der Haftung von Leitungskräften in der Organisationsverantwortung wie z.B. Pflegedienstleitungen oder Einrichtungsleitungen.
Abschließend zeigt die Fortbildung auch einen Ausblick, welchen Weg die Pflege in Deutschland künftig geht und welche Auswirkungen dies auf die berufliche Praxis in Zukunft hat.
Ziele des Seminars:
- Entwicklung von pflegerischem Grund- und Fachwissen
- Vermittlung von Ideen und Möglichkeiten zu alternativen Organisationsformen in der Pflege.
- Stärkung des pflegerischen Selbstverständnisses und Grundhaltung
- Verbesserung des rechtlichen Hintergrundwissens und Haftungswissen z.B. bei Pflegefehlern. Wie gehe ich richtig damit um und wie kann ich mich absichern. Was ist der Unterschied zwischen der pflegerischen Haftung und der Haftung bei der Aufsichtsplicht.
- Vermittlung der rechtlichen Begriffsklärung zu den Berufsbildern z.B. wer gilt als examinierte Pflegefachkraft/sonstige Fachkraft. Wer darf welche Tätigkeiten durchführen.
- Verbesserung der eigenen Pflegedokumentation und Dokumentationsmethoden – wie dokumentiere ich richtig, was muss ich dabei beachten…
- Wie ist die Zukunft der professionellen Pflege in Deutschland z.B. über das Personalbemessungsverfahren und welche Folgen hat das für die Praxis
Arbeitsformen
- Praxisorientierter Vortrag
- Mitgestaltung, Erfahrungs- sowie Ideenaustausch
- Übungen
Zielgruppe:
- Fachkräfte in der Behindertenhilfe, Therapeutische Fachkräfte, Heilerziehungspflegerinnen und Pfleger, Helferinnen und Helfer sowie
- Sozialpädagogen und Mitarbeiter in der Eingliederungshilfe sowie alle Menschen, welche sich über das Thema „Pflege in der Eingliederungshilfe“ informieren wollen und den gegenseitigen Erfahrungsaustausch suchen.
- Interessierte Leitungskräfte