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Traumafolgestörungen erkennen, verstehen und begleiten

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Datum/Zeit
Date(s) - 23/04/2018 - 24/04/2018
10:00 - 17:00

Veranstaltungsort
Gründerinnenzentrum gig7

Kategorien


Traumafolgestörungen

erkennen, verstehen und begleiten

Traumatische Erfahrungen hinterlassen seelische Spuren auf der Grundlage von Veränderungen neuronaler Strukturen mit vielfältigen Folgen im Denken und Lernen, auf der Gefühlsebene und in sozialen Beziehungen. Traumatisierung bedeutet häufig eine Verletzung auf der Beziehungsebene durch vertraute Bezugspersonen infolge von Gewalt, Vernachlässigung und Beziehungsabbrüchen. „Erinnerungen“ an das traumatisierende Erleben können in sehr unterschiedlicher Form wieder aufleben. Plötzlich und teilweise ohne erkennbaren Anlass auftretende Symptome und traumaspezifische Verhaltensmuster stoßen bei Mitmenschen, oft auch bei Fachkräften auf Unsicherheit oder Unverständnis.

Etwa acht Prozent der Bevölkerung leidet irgendwann im Laufe ihres Lebens unter posttraumatischen Stresssymptomen, einer Posttraumatischen Belastungsstörung, oft auch unerkannt. Mittlerweile werden anhaltende traumatische Erfahrungen als Ursache vieler psychiatrischer Erkrankungen betrachtet. Mit dem ICD-11 Glossar (2018 erwartet)  wird unter der Diagnose  „Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung“ auch anhaltenden schweren Traumatisierungen Rechnung getragen.

Viele der traumatisierten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen bleiben ausschließlich durch pädagogische Fachkräfte begleitet. In den verschiedenen pädagogischen Arbeitsfeldern können sich stabilisierende Beziehungsangebote stress- und angstmildernd auswirken.

In der Fortbildung werden am ersten Tag Grundlagen und Folgen von Traumatisierungen vermittelt, am zweiten Tag liegt der Schwerpunkt auf traumasensiblem Vorgehen im Sinne einer Stabilisierung und Ressourcenorientierung und den Erfahrungen der SeminarteilnehmerInnen.

Inhalte:                                                                                                                                                                    1. Tag:

  • Traumafolgestörung als extremes Stresserleben: Das Neurobiologische Notfallprogramm
  • Trauma:  Auslöser, Symptome und Diagnosen, Resilienzfaktoren
  • Anhaltende Traumatisierung bei (sexualisierter) Gewalt, Vernachlässigung, Beziehungsabbrüchen
  • Traumatisierung bei stark lernbehinderten Menschen

2. Tag:

  • Das Konzept der Salutogenese
  • Traumapädagogische Grundlagen und traumasensibles Handeln
  • Transgenerationale Traumatisierung

Arbeitsformen

  • Praxisorientierte Vorträge
  • Übungen zur Achtsamkeit und Ressourcenstabilisierung
  • Austausch zu den Erfahrungen der TeilnehmerInnen (u.a. in Kleingruppen)

Zielgruppe:

Fachkräfte aus der Jugendhilfe, aus Werkstätten, aus Wohnheimen, aus sozialen und beruflichen Reha-Einrichtungen

Teilnehmer:                max. 18 Personen

Dozent:                       Joachim Heiber-Stiepani Dipl. Psychologe in der beruflichen Rehabilitation junger Menschen mit psychischen, körperlichen und Lernbeeinträchtigungen

Preis:                            270,00€ zzgl. MwSt. (Inkl. Seminarunterlagen, Stehkaffee mit                                                                Gebäck,Tagungsgetränke und am  Nachmittag                                                                     Kaffee und Kuchen)

Veranstaltungsort:     Gründerinnenzentrum gig7

G 7, 22

68159 Mannheim

Beginn:                        10.00 – 17.00 Uhr

Termin:                        23.-24.04.2018

Anmeldeschluss:        09.04.2018

Buchung

Buchungen sind für diese Veranstaltung geschlossen.